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Verzicht auf die deutsche Staatsangehörigkeit (§ 26 StAG)

Artikel

In Einzelfällen werden Deutsche in Österreich eingebürgert, während sie noch im Besitz der deutschen Staatsangehörigkeit sind. Die betreffende Person ist demnach für einen gewissen Zeitraum Doppelstaater. Soll sie nach Vorgabe der österreichischen Behörden dennoch aus der deutschen Staatsangehörigkeit ausscheiden, muss in diesem Fall eine Erklärung zum Verzicht auf die deutsche Staatsangehörigkeit abgegeben werden. Dies kann ohne vorherige Terminvereinbarung zu den jeweiligen Öffnungszeiten im Rechts- und Konsularreferat der Deutschen Botschaft Wien oder bei einem der fünf deutschen Honorarkonsuln in Österreich erfolgen. Das auszufüllende Formular finden Sie auf der Homepage des Bundesverwaltungsamts in Köln

Bundesverwaltungsamtes in Köln

Bei der Abgabe der Erklärung sind zudem folgende Unterlagen im Original und mit jeweils zwei Kopien vorzulegen:

  • Bescheid über die Verleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft
  • Reisepass oder Personalausweis
  • Geburtsurkunde
  • ggf. Ausmusterungsbescheid oder Nachweis über geleisteten Wehrdienst

Weitere Unterlagen können je nach Fallkonstellation erforderlich sein.

Die Erklärung zum Verzicht auf die deutsche Staatsangehörigkeit wird an das Bundesverwaltungsamt in Köln weitergeleitet, wo innerhalb von 3-4 Monaten eine gebührenfreie Verzichtsurkunde ausgestellt wird. Bei Abgabe der Erklärung selbst fallen ebenfalls keine Kosten an.

Die Verzichtsurkunde wird von der Botschaft oder einem Honorarkonsul gegen Empfangsbestätigung ausgehändigt. Bei Entgegennahme der Urkunde müssen sämtliche deutsche Ausweispapiere abgegeben werden. In der Regel verlangen die österreichischen Einbürgerungsbehörden, dass ihnen die Verzichtsurkunde innerhalb von zwei Jahren nach der Einbürgerung in Österreich vorgelegt wird.

Soll ein minderjähriges Kind auf die deutsche Staatsangehörigkeit verzichten und geben/gibt nicht die beiden deutschen sorgeberechtigten Elternteile/ der deutsche alleinsorgeberechtigte Elternteil gemeinsam mit dem Kind Erklärungen/ eine Erklärung zum Verzicht ab, ist zusätzlich die Genehmigung eines deutschen Familiengerichts einzuholen. Diese kann bei der Vorsprache in der Botschaft/ beim Honorarkonsul mitbeantragt werden. Das Verfahren kann sich dadurch erheblich verlängern, und es können weitere Kosten entstehen.

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