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Namenserklärungen in der eingetragenen Lebenspartnerschaft

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In Deutschland ist es seit dem 01.10.2017 nicht mehr möglich eingetragene Lebenspartnerschaften einzugehen, da die Ehe für alle existiert. Für heterosexuelle Paare im Ausland richtet sich die Möglichkeit, eine eingetragene Lebenspartnerschaft im Ausland einzugehen, nach ihrer Staatsangehörigkeit. Eine in Österreich eingetragene Partnerschaft zwischen verschiedengeschlechtlichen Partnern wird in Deutschland nicht anerkannt  und hat keine familienrechtlichen, erbrechtlichen oder güterrechtlichen Folgen für den deutschen Rechtsbereich. Eine Namenserklärung ist in diesen Fällen nicht möglich.

Für homosexuelle Paare im Ausland richtet sich die Möglichkeit, eine eingetragene Lebenspartnerschaft im Ausland einzugehen, nach Sachvorschriften des registerführenden Staates.  Eine in Österreich eingetragene Partnerschaft zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern wird in Deutschland weiterhin anerkannt.  Bei der Eingehung einer eingetragenen Lebenspartnerschaft können die Partner einen gemeinsamen Namen bestimmen (§ 3 (1) LPartG), müssen dies aber nicht.

Bei Begründung der eingetragenen Lebenspartnerschaft in Deutschland und Österreich kann direkt bei der standesamtlichen Zeremonie ein Lebenspartnerschaftsname bestimmt werden.

Haben Sie bei der Begründung einer eingetragenen Lebenspartnerschaft außerhalb Deutschlands oder Österreichs einen Lebenspartnerschaftsnamen bestimmt oder ist einer der Beteiligten nicht deutscher oder österreichischer Staatsangehöriger, erkundigen Sie sich bitte bei der Botschaft, ob der Lebenspartnerschaftsname nach deutschem Recht anerkannt wird. Wird keine Erklärung abgegeben, führt der deutsche Staatsangehörige weiter den vor der Begründung der Lebenspartnerschaft geführten Namen.

Die Formulare und vorzulegenden Unterlagen für die jeweilige Lebenspartnerschaftsnamenserklärung finden Sie unten unter den verschiedenen Fallkonstellationen. Je nach Art der Erklärung ist diese allein oder gemeinsam mit Ihrem Lebenspartner zu unterzeichnen. Weitere Unterlagen können je nach Fallkonstellation erforderlich sein. Nicht deutsch- oder englischsprachige Dokumente lassen Sie bitte vorab von einem beeidigten Übersetzer ins Deutsche übersetzen.

Die Botschaft ist in der aktuellen Situation bemüht, persönliche Vorsprachen auf ein Minimum zu reduzieren und Fahrten sowie Wartezeiten zu vermeiden. Die für die Namenserklärung notwendigen Unterschrifts- und Kopiebeglaubigungen können bei einem österreichischen Notar  oder Gericht  in Wohnortnähe vorgenommen werden.

Falls ein deutsches Standesamt auf die Beglaubigung der Unterschriften und Kopien für die Namenserklärung durch die deutsche Botschaft besteht, ist dies nach vorheriger Terminvereinbarung im Rechts- und Konsularreferat der Botschaft Wien oder in einem der Büros der fünf deutschen Honorarkonsuln möglich. Hierfür werden 35 EUR fällig (25 EUR für die Beglaubigung der Unterschriften auf der Erklärung, mindestens 10 EUR für die Beglaubigung der an das Standesamt zu übersendenden Kopien). Bezahlt werden kann nur bar.

Die Namenserklärung und die begründenden Unterlagen in beglaubigter Kopie werden von Ihnen eigenständig an das zuständige deutsche Standesamt übersendet (bitte Hinweis zur Zuständigkeit auf dem Formular zur Namenserklärung  ganz oben beachten). Sie erhalten vom Standesamt zum Abschluss eine Namensbescheinigung (gegen eine Gebühr von ca. 10-12€).

Für Auskünfte steht die Botschaft weiterhin gern zur Verfügung. Bei allen Fragen, die das Standesamt betreffen, wenden Sie sich bitte direkt dorthin.

Achtung: Möchten Sie die Namenserklärung bei dem deutschen Honorarkonsul in Salzburg abgeben, senden Sie bitte Scankopien der benötigten Unterlagen vorab an rk-10-dip@wien.diplo.de und geben Ihre Telefonnummer und Ihre E-Mail-Adresse  an. Die Namenserklärung wird in der Botschaft vorbereitet; das Büro des Honorarkonsuls informiert Sie, sobald die Vorsprache zur Unterschriftsbeglaubigung erfolgen kann. Bei Abgabe der Namenserklärung legen Sie die erforderlichen Unterlagen bitte im Original und mit zwei Kopien vor.

Wann benötige ich eine Namenserklärung in der eingetragenen Lebenspartnerschaft? Hier die gängigsten Fallkonstellationen:

Möchten Sie und Ihr Lebenspartner nachträglich einen gemeinsamen Namen bestimmen, sprechen Sie bitte gemeinsam zur Abgabe der Namenserklärung vor.

Beizufügende Unterlagen (1x im Original und 2x in Kopie bei Abgabe der Erklärung in der Botschaft):

  • Reisepässe oder Personalausweise
  • österreichische Meldebescheinigungen
  • Geburtsurkunden
  • Lebenspartnerschaftsurkunde
  • im Falle von früheren eingetragenen Lebenspartnerschaften/ Ehen die jeweiligen Aufhebungs-/ Scheidungsurteile mit Rechtskraftvermerk
  • Formular (bitte einfach ausgefüllt mitbringen und erst bei der Botschaft/beim Honorarkonsul unterschreiben)

Der deutsche Lebenspartner, dessen Name nicht gemeinsamer Lebenspartnerschaftsname geworden ist, kann dem Lebenspartnerschaftsnamen seinen Geburtsnamen oder den im Zeitpunkt der Begründung der eingetragenen Lebenspartnerschaft geführten Familiennamen voranstellen oder ihn hinzufügen (§ 3 (2) LPartG). Möchten Sie lediglich einen Begleitnamen bilden, ist die Anwesenheit Ihres Lebenspartners bei der Vorsprache nicht erforderlich.

Beizufügende Unterlagen (1x im Original und 2x in Kopie bei Abgabe der Erklärung in der Botschaft):

  • Reisepass oder Personalausweis
  • österreichische Meldebescheinigung
  • Geburtsurkunde
  • Lebenspartnerschaftsurkunde
  • im Falle von früheren eingetragenen Lebenspartnerschaften/ Ehen die jeweiligen Aufhebungs-/ Scheidungsurteile mit Rechtskraftvermerk
  • Formular (bitte einfach ausgefüllt mitbringen und erst bei der Botschaft/beim Honorarkonsul unterschreiben)

Die Namensführung in der eingetragenen Lebenspartnerschaft kann sich alternativ auch nach dem Recht des Staates, dem einer der beiden Ehegatten angehört, richten (Art. 17 b (2) EGBGB i.V.m. Art. 10 (2) EGBGB). Auf diesem Wege können die Lebenspartner beispielsweise beide einen aus den jeweiligen Familiennamen gebildeten Doppelnamen als gemeinsamen Lebenspartnerschaftsnamen führen, was nach deutschem Sachrecht nicht möglich ist. Möchten Sie und Ihr Lebenspartner einen gemeinsamen Lebenspartnerschaftsnamen nach ausländischem Recht bestimmen, sprechen Sie bitte gemeinsam zur Abgabe der Namenserklärung vor.

Beizufügende Unterlagen (1x im Original und 2x in Kopie bei Abgabe der Erklärung in der Botschaft):

  • Reisepässe oder Personalausweise
  • österreichische Meldebescheinigungen
  • Geburtsurkunden
  • Heiratsurkunde
  • im Falle von früheren eingetragenen Lebenspartnerschaften/ Ehen die jeweiligen Aufhebungs-/ Scheidungsurteile mit Rechtskraftvermerk
  • Formular (bitte einfach ausgefüllt mitbringen und erst bei der Botschaft/dem Honorarkonsul unterschreiben)

Wird eine eingetragene Lebenspartnerschaft aufgehoben oder verstirbt ein Lebenspartner, ändert sich an der Namensführung kraft Gesetzes nichts (§ 3 (3) LPartG). Der getrennte oder verwitwete Ehegatte hat jedoch die Möglichkeit, seinen Geburtsnamen oder den im Zeitpunkt der Eingehung der eingetragenen Lebenspartnerschaft geführten Namen wiederanzunehmen oder ihn dem gemeinsamen Lebenspartnerschaftsnamen voranzustellen oder hinzuzufügen. Möchten Sie eine solche einseitige Namenserklärung abgeben, sprechen Sie bitte allein vor.

Beizufügende Unterlagen (1x im Original und 2x in Kopie bei Abgabe der Erklärung in der Botschaft):

  • Reisepass oder Personalausweis
  • österreichische Meldebescheinigung
  • Geburtsurkunde
  • Heiratsurkunde
  • Aufhebungsurteil mit Rechtskraftvermerk oder Sterbeurkunde eines Lebenspartners
  • im Falle von früheren eingetragenen Lebenspartnerschaften/ Ehen die jeweiligen Aufhebungs-/ Scheidungsurteile mit Rechtskraftvermerk
  • Formular (bitte einfach ausgefüllt mitbringen und erst bei der Botschaft/dem Honorarkonsul unterschreiben)


Telefonnummer: +43 (0)1 71154-0

Montag und Donnerstag: 14.00 - 15.00 Uhr



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