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Nachbeurkundung einer Auslandsgeburt

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Ist ein deutscher Staatsangehöriger im Ausland geboren, kann die Geburt auf Antrag im Geburtenregister des zuständigen deutschen Standesamts beurkundet werden. Die Antragstellung ist nicht an eine Frist gebunden und daher jederzeit möglich (für die Beantragung einer Geburtsurkunde bezüglich einer in Deutschland erfolgten Geburt wenden Sie sich bitte direkt an das jeweilige Geburtsstandesamt).

Antragsberechtigt sind die Eltern (Vater oder Mutter können auch allein beantragen), das Kind, um dessen Geburt es sich handelt, dessen letzter Ehegatte oder Lebenspartner oder dessen Kinder. Im Zuge der Antragstellung kann eine Namenserklärung für das Kind abgegeben werden. Bitte machen Sie sich hierzu mit den Informationen in der Rubrik „Namensrecht“ vertraut. Wird von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht, muss der Antrag von beiden Elternteilen gemeinsam persönlich gestellt werden.

Hat die im Ausland geborene Person bzw. der Antragsteller auch noch einen Wohnsitz in Deutschland, kann der Antrag direkt ohne Beteiligung der Botschaft bei dem für den innerdeutschen Wohnort zuständigen Standesamt gestellt werden.

Zwecks Beantragung einer deutschen Geburtsurkunde sprechen Sie bitte ohne vorherige Terminvereinbarung zu den jeweiligen Öffnungszeiten im Rechts- und Konsularreferat der Botschaft Wien oder in einem der Büros der fünf deutschen Honorarkonsuln vor und bringen die erforderlichen Unterlagen (s.u.) und den ausgefüllten Antrag   mit. Weitere Unterlagen können je nach Fallkonstellation erforderlich sein. Nicht deutsch- oder englischsprachige Dokumente lassen Sie bitte vorab von einem beeidigten Übersetzer ins Deutsche übersetzen, wenn es sich nicht um internationale Urkunden handelt.

Für die Beglaubigung der dem Standesamt zu übersendenden Kopien wird eine Gebühr in Höhe von mindestens 10 EUR fällig. Wird im Zuge der Antragstellung eine Namenserklärung abgegeben, wird für die Beglaubigung der Unterschrift(en) auf dem Antrag eine Gebühr von 25 EUR erhoben. Bezahlt werden kann bar oder mit Kreditkarte (Visa, Mastercard). Der Antrag wird von der Botschaft an das zuständige deutsche Standesamt übersandt.

Dieses erhebt weitere Gebühren für die Nachbeurkundung der Geburt und die Ausstellung von Geburtsurkunden. Diese Gebühren unterliegen dem jeweiligen Landesrecht des zuständigen Standesamtes und sind u.U. auch fallabhängig. Mit einem Betrag zwischen 70 und 120 Euro sollte auf jeden Fall gerechnet werden. Diese Gebühren können nicht bei Antragstellung entrichtet werden, sondern werden nach dem Erhalt einer entsprechenden Zahlungsaufforderung direkt per Überweisung beim Standesamt beglichen.

Die Bearbeitungszeiten für die Nachbeurkundung einer Geburt sind von Standesamt zu Standesamt verschieden, können aber beträchtlich sein und bei einigen Standesämtern auch mehrere Monate oder Jahre betragen. Hierauf hat die Botschaft keinen Einfluss.

Beizufügende Unterlagen (1x im Original und 2x in Kopie):

  • Antrag zur Beurkundung einer Auslandsgeburt 
  • Ausländische Geburtsurkunde des Kindes
  • Nachweis der Geburt und ggf. Eheschließung der Eltern (Eheurkunde, bei Geburt in Deutschland aktueller beglaubigter Ausdruck aus dem Geburtenregister, einschließlich des sog. Hinweisteils, bei Geburt im Ausland Geburtsurkunde)
  • ggf. Nachweis der Anerkennung der Vaterschaft
  • Nachweis der Staatsangehörigkeit der Eltern (Reisepässe oder Personalausweise)
  • österreichischer Meldezettel des Antragstellers

Weitere Unterlagen können je nach Fallkonstellation erforderlich sein.

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